InteriorDesignerin

Ein bockiges Einfamilienhaus wird zum Freund fürs Leben

24.08.2017 | Allgemein | 4 Kommentare

So ein Dach über dem Kopf kann ganz schön bockig werden. Dieses Einfamilienhaus war nämlich nur auf eine kleine Renovierung im Wohnzimmer eingerichtet. Als mich der „Hilferuf“ der Eigentümer ereilte, war das Erdgeschoss, bis auf die Küche bereits Baustelle und ich fand zwei Hausherren vor, die sich mit der Gestaltungssituation überfordert fühlten. Es hatte sich Unsicherheit breit gemacht und viele Fragen kreisten durch die Köpfe:

„Welche Farben passen zu uns und können wir unsere Ideen so umsetzen, dass es am Ende in den Räumen harmonisch aussieht?

Wir investieren gerade viel Arbeit und Budget, wird die Gestaltung am Ende unseren Vorstellungen entsprechen?

Wir wollen etwas besonderes, was nicht jeder hat und zu uns passt, aber wir sind von den vielen Inspirationen verwirrt und wissen nicht wie wir es angehen sollen?

Es ist  einfach plötzlich alles eine Nummer zu groß geworden und wo wir es jetzt so entschieden haben, soll es auch unübertroffen gut werden. Wir haben bedenken, dass wir das allein nicht hin bekommen und brauchen Hilfe.“

Fragen über Fragen!

 

Vorher Bilder

Wohnzimmer – Wohnbereich

Wohnzimmer – Essbereich

Lesezimmer

 

Speziell das jetzige Lesezimmer bereitete bei der Ideenfindung Probleme. Eigentlich ist dieser Raum ein Durchgangsbereich zwischen Flur, Wohnzimmer und Küche. Als Essbereich aber zu klein und die Gestaltung als Lesezimmer wollte nicht so richtig gelingen. Besonders unglücklich fühlten sich die Bewohner mit der Fußbodensituation – weiß und kalt. Den Aufwand die Fliesen zu entfernen machte allerdings noch mehr Kopfschmerzen.

Wie immer führten wir ein ausführliches Erstgespräch zu Vorlieben und Abneigungen von Materialien, Farben und anderen GeWOHNheiten. Was muss oder soll untergebracht werden? Sind Neuanschaffungen geplant? Was soll soll bleiben? Welches Budget ist vorgesehen? Und so weiter…..

 

Anschließend zog ich mich also in mein stilles Bürokämmerlein zurück und ließ meiner Kreativität freien Lauf. Dabei schaue ich mir die Fotos nochmal an und gehe in Gedanken meine Eindrücke aus dem Haus durch. Was habe ich wahrgenommen im Gespräch mit meinen Kunden? Welche Details sind mir ins Auge gesprungen?

 

 

Nachher Bilder

Meine Kunden sind USA-Fans und so bekam das Wohnzimmer mit wenigen Details und ausgesuchten Materialien einen Hauch vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Trotzdem blieb mit den gradlinigen Möbeln und einer grafischen Tapete alles modern und verbindet sich mit einem typischen Baukörper aus den 60er Jahren.

 

 

Die Tapete assoziert Buchrücken und überträgt das Lesehobby in den Raum, ohne aufdringlich zu sein. Die Blockhouseoptik ist ebenfalls eine Dekortapete und sieht so täuschend echt aus, dass Freunde der Bauherren sich mit Tastproben erst überzeugen mussten, dass es sich tatsächlich um bedrucktes Papier handelt.

 

 

 

 

Der Bodenbelag hat übrigens einem warmen Korkparkett Platz gemacht. Die Fliesen mussten dabei nicht entfernt werden. Moderne und rustikale Elemente sind harmonisch auf die Persönlichkeiten, Bedürfnisse und GeWOHNheiten meiner Kunden abgestimmt. Die schwarzen Schränke gehören zu den Neuanschaffungen und fügen sich harmonisch zu den vorhandenen Ledersofas ein.

 

 

 

 

Da war doch was mit Lesen und Zimmer?

… richtig, nun ist es das Cocktail- und Frühstückszimmer mit Stilelementen der Rockabilly-Zeit. Werktags wird hier gefrühstückt und am Wochenende für Freunde Cockatils serviert. Das Hobby hat endlich einen passenden Platz und die Nähe zur Küche ist praktisch genutzt. Regal und Tischplatte sind in Eigenleistung entstanden, denn beide Hausherren sind geschickte Handwerker. Den Wunsch selbst etwas handwerkliches einbringen zu können, habe ich bei der Planung mit berücksichtigt. Das Eichensideboard ist eine Neuanschaffung und passt perfekt zum vorhandenen Esstisch im Wohnzimmer. So werden Übergänge von Raum zu Raum als harmonisch empfunden und es entsteht ein räumlicher roter Faden.

Stimmige Details zum Thema

Rockabilly trifft Lüneburger Heide

Tischplatte und Regal haben die Bauherren selbst angefertigt.

… und dann war da noch der Flur.

Er ist nicht nur die Visitenkarte eines Hauses für Besucher, sondern auch eine Einladung zu sich selbst. Da meine

Kunden geschickte Handwerker sind, haben sie auch hier ihre Ideen eingebracht und umgesetzt.

DIY-Garderobe aus alten Wasserrohren und aufgearbeitetem Kommödchen. Der Schlitten ist ein Erbstück der Familie.

Die Schlüsselhalter sind auch als Wandhaken verwendbar.

Das Farbkonzept zieht sich stimmig durch alle Räume, obwohl jeder Raum für sich spricht und mit seinen Details überrascht. Meine Kunden fühlen sich sehr wohl und bekommen viel Lob aus ihrem Freundeskreis. Für mich ist diese Rückmeldung der schönste Lohn. Inzwischen haben sich weitere kleine Details in den Räumen dazu gesellt, die das Gesamtbild abrunden. Das zeigt mir, dass die Eigentümer sich mit ihren Räumen identifizieren und wirklich rundum wohl fühlen. Wunderbar!

 

 

 

Ihre

Susanne Schreiber-Beckmann

 

 

 

Fotos: S. Schreiber-Beckmann

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Hinterlassen Sie uns einen Kommentar:

Andrea Herbst schrieb am 25. August 2017 um 10:30 Uhr:

Susanne, du bist wirklich eine Künstlerin. Das hat mich sehr beeindruckt.


d HH schrieb am 25. August 2017 um 10:50 Uhr:

Vielen lieben Dank.


Smeets, Riet schrieb am 25. August 2017 um 12:15 Uhr:

Wunderschön, da hast du wieder ganze Arbeit geleistet. Super Su !!


d HH schrieb am 25. August 2017 um 12:31 Uhr:

Danke sehr, liebe Ri. Die Besitzer haben schon „nachgelegt“ und wir arbeiten uns voran in das Obergeschoss. Bilder folgen natürlich.