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Frau Weiss packt aus! – Der FarbenClan© – ganz persönlich

07.04.2017 | Allgemein | Keine Kommentare

Ich bin ein Farbenmensch! Das hat nicht nur etwas mit meinem Beruf zu tun, sondern auch mit meiner persönlichen Überzeugung in Bezug auf Farben.  Grundsätzlich bin ich nämlich der Meinung, dass uns die Natur nicht umsonst mit der Fähigkeit des Farbensehens und -empfindens ausgestattet hat. Es muss einen tieferen Sinn haben, denn Farben beeinflussen unser Leben nachhaltig, was wissenschaftliche Untersuchungen und Literatur hinreichend bestätigen.

Da alles im „Konzept“ Natur ein Geben und Nehmen ist, frage ich mich seit geraumer Zeit, was wir Farben geben können, wo wir doch gewohnheitsmäßig immer von ihnen nehmen. Um das herauszufinden, müsste ich sie natürlich am besten selbst zu Rate ziehen können. Aber wer von ihnen kennt die Farben wirklich? Persönlich und ganz privat, meine ich? Mir kam der Zufall zu Hilfe…

 

 

Die Weichen stellen sich

Der geneigte Leser erinnert sich bestimmt, dass ich im Herbst letzten Jahres einen sehr spannenden Interviewpartner für mein Blog  gewinnen konnte.  Herr, oder war es Frau,  FARBE (das ist mir nach wie vor rätselhaft) hat mich damals meinem Ziel ein gutes Stück näher gebracht, den FarbenClan© ausfindig zu machen.

 

Und, was soll ich sagen – ich hatte Erfolg!

 

Inzwischen habe ich einige herausragende Persönlichkeiten besuchen und kennenlernen dürfen. Diese Besuche waren nicht nur äusserst spannend, sondern auch sehr intensiv. So intensiv, dass ich meine Erlebnisse gern mit ihnen teilen möchte. Dabei werde ich nicht chronologisch vorgehen, sondern den Prioritäten des FarbenClans© folgen.

 

 

 

Wenn ich TANTE ROSA nicht hätte

Meine TANTE ROSA ist nicht meine Tante im verwandtschaftlichen Sinn, aber was spielt es für eine Rolle, wenn zwei Herzen sich verstehen. Als ich sie neulich besuchte, erzählte ich ihr von meinen Gedanken und meinen ersten Besuchen beim FarbenClan©. „Ach, Du möchtest meine Familie kennen lernen, warum hast Du das nicht früher gesagt?“ flötete sie. Ich fiel aus allen Wolken. Da kenne ich TANTE ROSA nun schon so lange und habe sie nie nach ihrer Familie gefragt. Und wie TANTE ROSA so ist, griff sie spontan zum Telefon und rief ihre gute alte Freundin Frau WEISS an. Schnell wurde Frau WEISS zu einem Termin mit mir überredet und dann stand ich auch schon vor dessen Haustür.

 

 

Die Sache mit dem Hören-Sagen

Ihr Ruf war ihr in Form von TANTE ROSA`s Erzählungen vorausgeeilt. Und als ich bei Frau WEISS ankam war ich in  froher Erwartung eines lockeren und leichten Tages, fühlte mich gut, ja beschwingt. Aber, erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Deshalb gleich zu Beginn mein erster Tipp für sie, liebe Leser, was den Umgang mit dem FarbenClan© betrifft. Erwarten Sie am besten gar nichts, verbannen Sie sämtliche Klischées aus ihren Gedanken und vertrauen Sie NIEMALS nur ihren Augen! Vor allem letzteres möchte ich ihnen besonders ans Herz legen. Sie ersparen sich unliebsame Überraschungen.

 

 

Frau WEISS

Ich hätte mir nämlich ebenfalls einiges erspart, wenn ich mich auf den  ersten Besuch mit genau dieser Offenheit vorbereitet hätte. Denn Frau WEISS ist nichts für schwache Nerven. Wenn Sie eine Vorstellung von Licht haben, und die hatte ich auch, dann weiß ich nun was Licht wirklich ist, denn SIE überstrahlt alles. Ihre Klarheit duldet kein Ausweichen und so musste ich gleich zu Beginn meines Besuches ihren vollständigen Namen notieren – nicht einfach nur merken. Frau WEISS stammt aus einer sehr alten Familie und hat vermutlich deshalb so viele Vornamen. Ihr vollständiger Name ist Fiona, Alba, Ginevra Weiss – und vielleicht habe ich doch noch welche vergessen. Sie lebt allein in einem relativ schlichten sehr modernen Haus. Jedenfalls ist es von aussen schlicht, aber dazu später.

 

Fiona, Alba, Ginevra Weiss
Foto: F. Beckmann

 

 

Mein Tag mit Frau WEISS

Wenn ich gerade erwähnte, dass Frau WEISS nichts für schwache Nerven ist, dann muss ich das erklären. In ihrer Nähe bekam plötzlich alles einen unwirklichen Touch.  In ihrer Sprache liegt ganz viel Unberührtheit und Unschuld, was mich zwischendurch immer wieder zu tränen rührte. Ich bin eben sehr sensibel. Sie ist zwar kalt wie gefrorenes Eis, aber gleichzeitig unglaublich empfindsam. Das muss kein Widerspruch sein, weil es jedem Gegenüber ausreichend Raum lässt, die eigene Wahrheit zu ergründen. Wenn sie sich auf eine Begegnung mit ihr einlassen, wird sie sie in ihren Bemühungen um Vollkommenheit mit aller Klarheit unterstützen. Aber Achtung, da gibt es kein Ausweichen, denn sie kennt nicht nur jegliches Leiden, sondern sie hat ein tiefes Verständnis dafür, als würde sie es selbst miterleben. Und sie wird ihnen die Wahrheit wie Eissplitter entgegen schleudern – Fluch oder Segen. Dabei vermittelt sie weder Wut noch Aggression. Der Tiefe mit Leichtigkeit begegnen, schoss mir als Überschrift in den Sinn. Und da komme ich auf einen Punkt, den Frau WEISS zur sprichwörtlichen Weissglut bringt.

 

 

Frau Weiss packt aus

Mein Besuch war nämlich an eine Bitte geknüpft. Ich musste Frau WEISS versprechen, eine Botschaft weiter zu geben, was ich hiermit gern tue:

 

Frau Weiss hat es einfach satt!! Weder ist Sie die Unschuld vom Lande, noch unberührt oder ungerührt. Versetzen Sie sich in ihre Lage: sie können jegliches Leid verstehen. Sie sehen und sie sprechen in aller Klarheit aus, doch die wenigsten hören wirklich zu. Leider ist die Welt so oberflächlich geworden und wie viele andere Dinge, wird auch Frau Weiss auf ihre Erscheinung reduziert. Ohne Tiefe und gelebte Gefühle wird am Ende für diese Menschen nur noch Leere übrig bleiben.

 

Ich kann Frau WEISS  ja verstehen, denn für mich ist Oberflächkeit verschwendete Lebenszeit. In diesem Fall wäre ich allerdings auch mit weniger zufrieden gewesen. Ihr Haus jedenfalls ist ein wirklicher Knaller, der sich kaum in Worte fassen lässt. Ausser der ultra ungewöhnlichen Einrichtung im Erdgeschoss, ist mir die Stille in ihrem Haus besonders aufgefallen.

 

 

Wie Frau Weiss wohnt

Die ausgewählte Mischung der Oberflächen ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Wobei die Küche den Anschein erweckte, als würde dort nie gekocht, was aber definitiv nicht stimmt. Ein wirkliches Highlight ist der Gästetrakt. Riesig und mit viel Licht und transparenten Flächen – sie lässt eben jedem ausreichend Platz – innen wie aussen. Nun will ich sie aber nicht länger auf die Folter spannen.

Zuhause bei Frau Weiss

 

 

Das Beste zum Schluss

Am Ende der Besichtigung entdeckte ich im Garten ein uriges Holzhäuschen mit weißen Enten. Ab da wurde es für mich wieder irdisch. Noch irdischer wurde es, als Frau WEISS mich in ihre idyllische Gartenlaube führte und wir den Tag zwischen weißen Rosen, Kletterhortensien und weißen Pompoms aus Seidenpapier gemeinsam ausklingen ließen. Mein Fazit: Man kann ihr vertrauen, sie ist von dieser Welt, sie müssen nur sich selbst vertrauen.

 

 

Wenn Sie Frau WEISS kennenlernen möchten oder Fragen an sie haben, lassen sie es mich mit einem Kommentar wissen. Wenn sie der Meinung sind, dass noch mehr Menschen von Frau WEISS`Botschaft erfahren sollten, teilen sie diesen Artikel weiter. Es liegt ihr am Herzen.

Ihre

Susanne Schreiber-Beckmann

(Repräsentatin des FarbenClans©)

 

P.S.: Es folgen in Kürze die Wohntipps von Frau Weiss. Ich hatte bei meinem ersten Besuch ganz vergessen, danach zu fragen.

 

 



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