Blog

Hintergründig: Nachhaltiges Design mit Wandfarben

14.07.2022 | Keine Kommentare

Nichts verändert die Atmosphäre eines Raumes so schnell wie ein neuer Anstrich. Umso wichtiger ist die Auswahl der richtigen Farbe: An der Wand schafft sie die Voraussetzung dafür, dass vorhandene Möbelstücke und Bilder ganz neu zur Geltung kommen. Sie nutzt bestehende Lichtverhältnisse und kann diese optisch verstärken. Und sorgt schließlich für reizvolle Kontraste zwischen Fußboden und Decke.

 

Wohngesunde Räume schaffen
Insbesondere bei der Einrichtung von Wohnräumen setze ich auf Farben, die nachhaltig hergestellt wurden und gesundheitlich unbedenklich sind. Seit ein paar Jahren drängt sich da die Kollektion von Anna von Mangoldt auf: Die junge Unternehmerin aus dem ostwestfälischen Warburg bietet mit ihren in Deutschland produzierten Nuancen eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Farben. Und zwar für Wände, Decken, Fußböden und Möbel gleichermaßen.
Was mir besonders gefällt, ist die Tiefe der aktuell 180 Töne in der Kollektion: Ein hoher Anteil an Porzellanerde verleiht der Farbe eine sattere Oberfläche, auf der das Licht tausendfach reflektiert wird. Die Pigmente inszenieren sich also je nach Lichteinfall immer wieder neu.
Zuletzt habe ich Anna von Mangoldt-Farben bei der Raumgestaltung in einem alten Bauernhaus verwendet. Für mich als Interior Designerin war es dabei von Vorteil, dass ich über das Unternehmen nicht nur original gestrichene Farbkarten, sondern auch gestrichene Muster im DIN A 4-Format beziehen konnte. Je größer die Musterfläche, desto besser ist der Eindruck davon, wie der Farbton später im Raum wirkt. Alternativ gibt es Testdöschen für einen Probeanstrich von ca. 0,75 Quadratmetern als zweiten Schritt. Bei der ersten Eingrenzung einer Farbe ist man allerdings mit den Farbmustern flexibler.

 

Vier- Schritte-Methode zum passenden Farbkonzept
Um das richtige Farbkonzept für einen Raum zu finden, gehe ich in vier Schritten vor:
  1. Raumanalyse: Wozu wird er genutzt? Wie sind die Lichtverhältnisse? Muss etwas kaschiert werden (Mauervorsprünge, Rohrverkleidungen, etc.)?
  2. Kundenvorlieben: Welche Farbe soll es sein? Ich lasse meine Kunden eine erste Auswahl treffen und gebe dann Empfehlungen dazu.
  3. Realitäts-Check: Passt der Lieblingsfarbton überhaupt in den Raum? Kann das vorhandene Licht die Farbe optimal zur Geltung bringen? Hier bietet sich ein Test mit Mustern an, am besten an der Wand neben dem Türrahmen.
  4. Harmonie-Check: Wie fügt sich die gewählte Nuance in das Zusammenspiel mit Einrichtung, Fußboden, Decke, Tür- und Fensterrahmen ein? Muss etwas angepasst werden? Falls ja: In welcher Nuance, Größe oder Art der Oberfläche?

 

Nachhaltigkeit im Blick behalten
Erst, wenn alle diese Fragen zufriedenstellend beantwortet sind, geht es an den Anstrich. Da alle Farbtöne, Grundierungen und Lacke von Anna von Mangoldt wasserbasierend hergestellt werden und nahezu geruchslos sind, eignen sie sich besonders für Innenräume. Auch Möbelstücke und sogar Kinderspielzeuge können nach Angabe des Unternehmens bedenkenlos damit gestrichen werden.
Ein neuer, farblicher Hintergrund verändert Optik und Stimmung in einem Raum mit nur wenigen Pinselstrichen, ohne dass viele Neuanschaffungen nötig wären. Wenn Farbreste dazu genutzt werden, auch noch alte Möbel überzustreichen und aufzuwerten, ist das Upcycling pur. Nachhaltiger kann Interior Design kaum sein.
Farbenfrohe Grüße
Ihre
Susanne Schreiber-Beckmann

 

Mehr über Farben
Blau
Trendfarbe 2022
Farbe – Ein Interview



Hinterlass uns doch einen Kommentar: