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Interior Design – Was dahintersteckt und was es kostet!

17.08.2015 | Meine Arbeiten & Projekte | Keine Kommentare

Ich darf mich vorstellen: Susanne Schreiber-Beckmann, Interior Designerin und seit 10 Jahren selbständig tätig. Ich werde immer wieder gefragt, was hinter dieser Berufsbild wohl steckt und natürlich was eine Beratung kostet. Deshalb nun gern Butter bei die Fische: Was machen Interior Designer? Was kennzeichnet einen seriösen und professionellen Berater und wie stets mit dem Honorar?

 

Germanblogs hat 2013 eine Berufsbeschreibung veröffentlicht, die ich nicht besser formulieren könnte:

Das Berufsbild des Interior Designers

Räume bedarfsgerecht und ästhetisch zu gestalten und einzurichten ist ein Talent, das nicht jedem gegeben ist. Bei der Raumgestaltung kommt es nämlich nicht nur auf einzelne Elemente an, sondern vor allem das harmonische Miteinander von Wänden, Wohntextilien, Möbeln und ausgesuchten Dekoobjekten ist dafür verantwortlich, Atmosphäre und Stimmung zu verbreiten und gleichzeitig für Wohlbefinden zu sorgen. Wenn Sie ein geschultes Auge für Details besitzen und jede Menge Kreativität und Fantasie Ihr Eigen nennen, dann werden Sie sich im Berufsfeld des Interior Designers bestens aufgehoben fühlen.Schönheit und Ästhetik in VollendungInterior Designer sind Innenausstatter, die in der Lage sind, mit minimalistischen Veränderungen dem Wohnraum ein neues Gesicht zu geben. Das Wort „Designer“ bedeutet übersetzt „Gestalter“ und genau so definiert sich auch ihre berufliche Aufgabe. Sie besitzen den Feinsinn und das Gespür für Farben und Formen sowie Materialien und können die Wünsche ihrer Kunden perfekt um und vor allem in Szene setzen. Wie ein Interior Designer bzw. ein Innenausstatter zu denken bedeutet, die Persönlichkeit der Kunden einzuschätzen und diese in die Wohnräume einfließen zu lassen. Alleine die falsche Einrichtung des Hauses oder der Wohnung kann das Wohlbefinden wesentlich schmälern und ein unbehagliches Gefühl hervorrufen. Ein Interior Designer hat ein räumliches Vorstellungsvermögen und kann damit auch unausgereifte Pläne nachvollziehen. Er weiß, wie man auch die kleinsten Freiräume und Nischen effektiv nutzt und wie Accessoires und außergewöhnliche Stilelemente, wie zum Beispiel eine hochwertige Fototapete, besonders gut zur Geltung kommen.

 

Wie in jedem Beruf, gibt es auch gegenüber Interior Designern Vorurteile oder sogenannte Todschlagargumente, wie beispielsweise:

“Da machen Sie wohl Feng Shui?”

“Das kann ich mir nicht leisten!”

“Ich habe Bedenken, dass mir etwas übergestülpt wird.”

“Das macht immer meine Frau.”

Solche Argumente und Vorurteile beruhen sehr häufig auf negativen Erfahrungen. Das ist nachvollziehbar. Ich bin daher immer für Transparenz.

 

 

Gute Beratung – Auf was Sie achten sollten?

Ein seriöser Interior DesignerIn kann weder zaubern, noch Stroh zu Gold spinnen, aber er hat die Aufgabe Vorhaben zu begleiten und beispielsweise darauf aufmerksam zu machen, wenn Erwartungen und Wünsche mit der Realität kollidieren und passende Strukturen geben. Das schon nicht nur die Nerven, sondern auch das Budget.

 

1. Menschenfreund

Die Voraussetzung für einen Beruf, der mit Menschen zu tun hat ist, Menschen gegenüber aufgeschlossen zu sein. Und ich gehe noch einen Schritt weiter. Ich muss Menschen grundsätzlich mögen. Das bedeutet nicht, dass ich z. B. mit jedem Kunden freundschaftlich verbunden bin, aber ich muss mich auf Menschen einlassen wollen. Auf den Kunden selbst, auf seine Zielgruppe (n), weitere Bewohner, Projektbeteiligte, usw. Das erleichtert nicht nur die Projektarbeit, sondern führt zu einem besseren Ergebnis. Während der Zeit der Beratung geben Sie einiges von sich Preis, da ist es wichtig, dass die Wellenlänge stimmt und eine Vertrauensbasis entsteht. Empathie ist also eines der wichtigsten Eigenschaften als Interior DesignerIn.

Tipp: Vereinbaren Sie ein Erstgespräch, um von Ihrem Vorhaben zu berichten. Wie tritt der Berater auf? Kann er aktiv Zuhören oder stellt er sich selbst pausenlos in den Mittelpunkt? Wie sind seine Umgangsformen? Haben Sie ein gutes Gefühl während des Gesprächs?

Fazit: Stimmt die Chemie zwischen dem Berater und Ihnen – ist das der erste Schritte für eine gute gemeinsame Umsetzung Ihres Projektes!

 

 

2. “Schnacker” oder kompetenter Partner?

Die Welt ist voller ” selbsternannter Experten” und Luftblasen, aber wie die Spreu vom Weizen trennen? Das ist manchmal nicht so einfach und ich bin selbst dabei schon auf die Nase gefallen. Meiner Meinung nach, ist Ehrlichkeit ein probates Mittel. Wenn ich ein Projektthema noch nie bearbeitet habe, dann sage ich das meinem künftigen Kunden. Warum auch nicht? Schließlich kann ich auch als Planerin nicht alles wissen. Aber ich muss wissen, wo und wen ich fragen kann. Als aktive Netzwerkerin fällt mir das leicht und im Laufe meiner Berufsjahre hat sich ein gutes Team formiert. Ich finde es wichtig, meinen Kunden zu sagen, wo meine Kompetenz beginnt und wo sie endet und mache damit ausschließlich positive Erfahrungen.

Tipp: Lassen Sie sich Referenzen nicht nur zeigen, sondern fragen Sie nach Details innerhalb des Projektablaufes. Das ist aufschlußreicher als Hochglanzfotos. Wenn jemand behauptet alles zu können, ist das auf jeden Fall eine Nachfrage wert.

Fazit: Haben Sie das Gefühl, Ihnen sitzt jemand gegenüber, der authentisch seine Kompetenz einschätzen kann und Ehrlichkeit ausstrahlt? Dann stehen die Chancen einen guten Berater gefunden zu haben nicht schlecht!

 

 

 

3. Künstler oder Interior Designer

Jetzt kommt ein ganz heisses Eisen. Es betrifft das Vorurteil “Da wird mir etwas übergstülpt” – und ja – solche Ergebnisse sind mir durchaus schon öfter begegnet. Vorurteile tragen auch ein Körnchen Wahrheit in sich.  Neulich meinte ein Kunde bei der Übergabe zu mir:” Ich bin so froh, dass ich Sie gefunden habe, weil Sie den gleichen Geschmack in Einrichtungsfragen haben wie ich!” Ein super Kompliment für mich, denn das sagte mir, dass ich den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Anschließend habe ich ihm Bilder von meiner Wohnung gezeigt und er war sehr erstaunt.

Als Interior Designer bekomme ich eine Aufgabe gestellt und die habe ich umzusetzen. Meine privater Einrichtungsgeschmack hat da nichts zu suchen. Auch die Umsetzung von Einrichtungstrends sind nicht pauschal für alle Räume geeignet. Vielmehr sollte ein guter Interior Designer sich empathisch auf den Kunden und die gestellte Aufgabe einlassen können. Und zwar zu jedem Projekt neu.

Tipp: Äussern Sie probehalber einen ungewöhnlichen Einrichtungswunsch, etwa den Einrichtungsstil in Eiche rustikal oder alles in Schwarz und seien Sie gespannt auf die Reaktion des Interior Designers. Hat er Respekt vor Ihren Wünschen?

Fazit: Vermittelt Ihnen der Berater den Eindruck, sich in Ihr Anliegen hineindenken zu können und sucht für Sie nach individuellen Lösungen ? Wieder ein Punkt zum Abhaken auf ihrer Liste für einen guten Berater!

 

 

 

4. Interior Designer oder Geldhai

Kommen wir zu den harten Fakten. Auch ich kann nicht von Luft und Liebe allein existieren und ich schwöre, ich hab es versucht. Was kostet nun eine Interior Design – Beratung? Zunächst müssen wir unterscheiden zwischen einer Online- und einer Offline – Beratung. Weil die Aufwände unterschiedlich sind, sind es auch die Preise. Wir bleiben bei der Offline-Variante.  Meine Recherche der Stundensätze lag zwischen 50,00 €/h und 180 €/h. Aber da erhebe ich kein Recht auf Vollständigkeit.  Hierbei handelt es sich um Stundensätze für frei vereinbare Honrare, etwa für eine einfache Einrichtungsberatung, wenn die anrechenbaren Kosten des Projektes 25.000,00 € nicht überschreiten. Für die Höhe der Stundensätze gibt es ebenfalls eine Richtlinie. Die Ermittlung erfolgt nach Kompetenzen, Berufserfahrung und Bürogröße, usw., nachzulesen in der Siegburger Tabelle. Für Projekte ab 25.000 € anrechenbarer Kosten  sind die Honorare in der sogannten HOAI, der Gebührenordnung für Architekten, Ingenieure und Innenarchitekten geregelt. Diese gesetzliche Vorgabe gilt auch für mich als Interior Designerin.

 

Mein Honorar:

Für eine private Einrichtungsberatung vor Ort in unserer Region berechne ich 300,00 €,  inkl. 19% USt. . Damit stehe ich Ihnen 2 Stunden vor Ort zur Verfügung, gegebenenfalls mit anschließender schriftlicher Zusammenfassung. Sollten wir mehr als 2 Stunden brauchen, kommen je angefangene halbe Stunde 50,00 €  hinzu. Den Termin zur Einrichtungsberatung bereite ich vorab vor und bringe unter Umständen passendes Material mit. Meine Arbeit beginnt also schon vor dem eigentlichen Termin vor Ort.

Alle anderen Honorare für Projekte bis 25.000 € anrechenbarer Kosten werden nach Aufwand und auf der Basis meines Stundensatzes von 100,00 €/h meist als Festpreis kalkuliert. Den Aufwand erfasse ich beim telefonischen Erstgespräch. Im Erstgespräch lässt sich auch klären, ob eine Einrichtungsberatung hilfreich ist oder nicht.

Tipp: Die Preisvereinbarung ist bis zu einer bestimmten Projektgröße frei vereinbar. Eine Mischvereinbarung aus Festpreis und Honorar nach Aufwand kann, je nach Projekt für beide Seiten eine faire Lösung sein.

Fazit: Sie können mich als Interior Designer für unterschiedliche Teile Ihres Projektes buchen. Es reicht vom ersten Einrichtungsentwurf bis zur Umsetzungsbegleitung mit Bauüberwachung. Vorsicht vor der eigenen Überforderung, wenn es an die Umsetzung geht! Die Koordination und der Ablauf eines Bauprojektes, auch für Innenräume, ist sehr aufwendig und manchmal nervenraubend.

 

 

 

Alles klar?

Interior Designer ersparen ihren Kunden jede Menge Aufwand, Zeit und damit bares Geld.  Es lohnt sich immer einen Experten mit ins Boot zu holen, um Enttäuschungen mit dem Endergebnis und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Sie bekommen Lösungen, auf die Sie allein nicht gekommen wären. Mein Wort drauf! Die Beratung ist unabhängig von Marken und Preissegment und sollte auf Ihre indviduellen Bedürfnisse eingehen. Wie bei allen Beratungen dürfen Sie als Kunde natürlich kreative Fachkompetenz voraussetzen. Die Chemie zwischen dem Interior DesignerIn und Ihnen muss stimmen, damit Sie Vertrauen aufbauen können. Vertrauen ist die Basis für eine kreative Zusammenarbeit.

 

Es lohnt sich immer gemeinsam um die Ecke zu denken!

Eure

Susanne Schreiber-Beckmann

gestaltet Räume.

 



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