InteriorDesignerin

Interior Design – Beratung: purer Luxus oder die Lizenz zum Geldsparen mit Wohlfühlergebnis?!

17.08.2015 | Meine Arbeiten & Projekte | Keine Kommentare

Aufräumtag! Klischée-Schublade auf,  Vorurteile raus!

“So einen Luxus brauchen wir nicht.”

“Da machen Sie wohl Feng Shui?”

“Das kann ich mir nicht leisten!”

“Ich habe Bedenken, dass mir etwas übergestülpt wird.”

“Klingt interessant. Ist das ein offizieller Beruf?”

“Das macht immer meine Frau.”

 

 

Ich bin Interior Designerin. Eine ganz offizielle Berufsbezeichnung und meine Kunden bezahlen mich, um selbst Geld und Zeit zu sparen. Und natürlich, weil sie sich in ihren Räumen wohlfühlen oder ihr Firmenimage mit ihren Räumen transportieren möchten. Klingt absurd? Ist es aber nicht!

 

Germanblogs hat 2013 eine Berufsbeschreibung veröffentlicht, die ich nicht besser formulieren könnte:

 

Das Berufsbild des Interior Designers

Räume bedarfsgerecht und ästhetisch zu gestalten und einzurichten ist ein Talent, das nicht jedem gegeben ist. Bei der Raumgestaltung kommt es nämlich nicht nur auf einzelne Elemente an, sondern vor allem das harmonische Miteinander von Wänden, Wohntextilien, Möbeln und ausgesuchten Dekoobjekten ist dafür verantwortlich, Atmosphäre und Stimmung zu verbreiten und gleichzeitig für Wohlbefinden zu sorgen. Wenn Sie ein geschultes Auge für Details besitzen und jede Menge Kreativität und Fantasie Ihr Eigen nennen, dann werden Sie sich im Berufsfeld des Interior Designers bestens aufgehoben fühlen.

Schönheit und Ästhetik in Vollendung

Interior Designer sind Innenausstatter, die in der Lage sind, mit minimalistischen Veränderungen dem Wohnraum ein neues Gesicht zu geben. Das Wort „Designer“ bedeutet übersetzt „Gestalter“ und genau so definiert sich auch ihre berufliche Aufgabe. Sie besitzen den Feinsinn und das Gespür für Farben und Formen sowie Materialien und können die Wünsche ihrer Kunden perfekt um und vor allem in Szene setzen. Wie ein Interior Designer bzw. ein Innenausstatter zu denken bedeutet, die Persönlichkeit der Kunden einzuschätzen und diese in die Wohnräume einfließen zu lassen. Alleine die falsche Einrichtung des Hauses oder der Wohnung kann das Wohlbefinden wesentlich schmälern und ein unbehagliches Gefühl hervorrufen. Ein Interior Designer hat ein räumliches Vorstellungsvermögen und kann damit auch unausgereifte Pläne nachvollziehen. Er weiß, wie man auch die kleinsten Freiräume und Nischen effektiv nutzt und wie Accessoires und außergewöhnliche Stilelemente, wie zum Beispiel eine hochwertige Fototapete, besonders gut zur Geltung kommen.

 

Wenn sie krank sind, konsultieren sie einen Arzt, wenn das Auto kaputt ist, fahren sie in die Kfz-Werstatt ihres Vertrauens.  In solchen Fällen, fragen sie garantiert  nicht “die Maus”, sondern jemanden, der sich damit auskennt – einen Experten. Das ist also schon mal kein Luxus, sondern schlau.

 

 

 

Ist Wohlfühlen Luxus?

Laut der Maslow`schen Pyramide ist das Bedürfniss des Wohlfühlens als elementares Attribut angegeben und findet sich sowohl bei den physiologischen Bedürfnissen als auch beim Verlangen nach Sicherheit. “Sich Wohlfühlen wollen” ist also ein menschliches Grundbedürfnis, dass sich aus vielen Aspekten zusammensetzt. Wie zum Beispiel der Zugehörigkeit zu einer Gruppe (Familie oder Freunde), unsere Unterkunft, die uns vor Umwelteinflüssen schützt, uns Sicherheit gibt, weil wir kontrollieren möchten, wer ein und aus geht.

Wie extrem wichtig Wohnen in Verbindung mit Wohlfühlen für uns ist, können sie nachvollziehen, wenn sie sich in Situationen hineinversetzen, die diesen Zustand ins Wackeln bringen oder sogar komplett aushebelen (Einbruch, Brand).

Für welche Wohnform  und welchen Wohnstil sich jemand entscheidet, ist  sehr individuell und so unterschiedlich wie Menschen nun mal sind. Der große Luxus besteht heute darin, dass  wir eine riesige Auswahl an Ausstattungsmitteln in allen Preislagen haben. Es erlaubt quasi Allen, ein Wohnen nach individuellem Geschmack.

Nicht das Bedürfnis des Wohlfühlens ist also der Luxus, sondern die Wohnung selbst mit der gewählten Ausstattung. Damit dieser Luxus  nach der Umsetzung auch ihre Erwartungen erfüllt,  sind Experten wie Interior Designer oder auch Innenarchitekten da.

Wir stellen fest: ein Wohlfühlambiente in den eigenen vier Wänden schaffen, ist keine Frage des Budgets, sondern des “gewusst wie?”.

Da sind wir gleich beim nächsten Thema, nämlich der Beratung durch einen Experten – in diesem Fall Interior Designer. Und was einen guten Interior Designer ausmacht.

 

 

 

Gute Beratung – Auf was sollten sie achten?

Ein Experte kann weder zaubern, noch Stroh zu Gold spinnen, aber er kann ihnen z. B.  sagen, wo  Erwartungen und Wünsche mit der Realität kollidieren, diese in Strukturen bringen, die ihr Budget schonen und natürlich ein stimmiges Raumkonzept entwerfen, dass zu ihnen oder ihrer Firma passt.

 

1. Menschenfreund

Die Voraussetzung für einen Beruf, der mit Menschen zu tun hat ist, Menschen gegenüber aufgeschlossen zu sein. Und ich gehe noch einen Schritt weiter. Ich muss Menschen grundsätzlich mögen. Das bedeutet nicht, dass ich z. B. mit jedem Kunden freundschaftlich verbunden bin, aber ich muss mich auf Menschen einlassen wollen. Auf den Kunden selbst, auf seine Zielgruppe (n), weitere Bewohner, Projektbeteiligte,usw. Das erleichtert nicht nur die Projektarbeit, sondern führt zu einem besseren Ergebnis. Während der Zeit der Beratung geben sie einiges von sich Preis, da ist es wichtig, dass die Wellenlänge stimmt und eine Vertrauensbasis entsteht. Übrigens wurde mir ein intensives Einfühlungsvermögen quasi in die Wiege gelegt, da ich als hochsensibler Mensch geboren wurde.

Tipp: Vereinbaren sie ein Erstgespräch, um von ihrem Vorhaben zu berichten. Wie tritt der Berater auf? Kann er aktiv Zuhören oder stellt er sich selbst pausenlos in den Mittelpunkt? Wie sind seine Umgangsformen? Haben sie ein gutes Gefühl während des Gesprächs?

Fazit: Stimmt die Chemie zwischen dem Berater und ihnen – ist das der erste Schritte für eine gute gemeinsame Umsetzung ihres Projektes!

 

 

2. “Schnacker” oder kompetenter Partner?

Die Welt ist voller ” selbsternannter Experten” und Luftblasen, aber wie die Spreu vom Weizen trennen? Das ist manchmal nicht so einfach und ich bin selbst dabei schon auf die Nase gefallen. Meiner Meinung nach, ist Ehrlichkeit ein probates Mittel. Wenn ich ein Projektthema noch nie bearbeitet habe, dann sage ich das meinem künftigen Kunden. Warum auch nicht? Schließlich kann ich auch als Planerin nicht alles wissen. Aber ich muss wissen, wo und wen ich fragen kann. Als aktive Netzwerkerin fällt mir das leicht und im Laufe meiner Berufsjahre hat sich ein gutes Team formiert. Ich finde es wichtig, meinen Kunden zu sagen, wo meine Kompetenz beginnt und wo sie endet und mache damit ausschließlich positive Erfahrungen.

Tipp: Lassen sie sich Referenzen nicht nur zeigen, sondern fragen sie nach Details innerhalb des Projektablaufes. Das ist aufschlußreicher als Hochglanzfotos. Wenn jemand behauptet alles zu können, ist das auf jeden Fall eine Nachfrage wert.

Fazit: Haben sie das Gefühl, ihnen sitzt jemand gegenüber, der authentisch seine Kompetenz einschätzen kann und Ehrlichkeit ausstrahlt? Dann stehen die Chancen einen guten Berater gefunden zu haben nicht schlecht!

 

 

 

3. Künstler oder Interior Designer

Jetzt kommt ein ganz heisses Eisen. Es betrifft das Vorurteil “Da wird mir etwas übergstülpt” – und ja – solche Ergebnisse sind mir durchaus schon öfter begegnet. Vorurteile tragen auch ein Körnchen Wahrheit in sich.  Neulich meinte ein Kunde bei der Übergabe zu mir:” Ich bin so froh, dass ich Sie gefunden habe, weil Sie den gleichen Geschmack in Einrichtungsfragen haben wie ich!” Ein super Kompliment für mich, denn das sagte mir, dass ich den Nagel auf den Kopf getroffen habe. Anschließend habe ich ihm Bilder von meiner Wohnung gezeigt und er war sehr erstaunt.

Als Interior Designer bekomme ich eine Aufgabe gestellt und die habe ich umzusetzen. Meine privater Einrichtungsgeschmack hat da nichts zu suchen. Auch die Umsetzung von Einrichtungstrends sind nicht pauschal für alle Räume geeignet. Vielmehr sollte ein guter Interior Designer sich empathisch auf den Kunden und die gestellte Aufgabe einlassen können. Und zwar zu jedem Projekt neu.

Tipp: Äussern sie probehalber einen ungewöhnlichen Einrichtungswunsch, etwa den Einrichtungsstil in Eiche rustikal oder alles in Schwarz und seien sie gespannt auf die Reaktion des Interior Designers. Hat er Respekt vor ihren Wünschen?

Fazit: Vermittelt ihnen der Berater den Eindruck, sich in ihr Anliegen hineindenken zu können und sucht für sie nach individuellen Lösungen ? Wieder ein Punkt zum Abhaken auf ihrer Liste für einen guten Berater!

 

 

 

4. Interior Designer oder Geldhai

Kommen wir zu den harten Fakten. Auch ich kann nicht von Luft und Liebe allein existieren und ich schwöre, ich hab es versucht. Was kostet nun eine Interior Design – Beratung? Zunächst müssen wir unterscheiden zwischen einer Online- und einer Offline – Beratung. Weil die Aufwände unterschiedlich sind, sind auch die Preise meist unterschiedlich. Wir bleiben bei der Offline-Variante.  Meine Recherche der Stundensätze lag zwischen 50,00 €/h und 180 €/h. Aber da erhebe ich kein Recht auf Vollständigkeit.  Hierbei handelt es sich um Stundensätze für frei vereinbare Honrare, etwa für eine einfache Einrichtungsberatung, wenn die anrechenbaren Kosten des Projektes 25.000,00 € nicht überschreiten. Für die Höhe der Stundensätze gibt es ebenfalls eine Richtlinie. Die Ermittlung erfolgt nach Kompetenzen, Berufserfahrung und Bürogröße, usw., nachzulesen in der Siegburger Tabelle. Für Projekte ab 25.000 € anrechenbarer Kosten  sind die Honorare in der sogannten HOAI, der Gebührenordnung für Architekten, Ingenieure und Innenarchitekten geregelt. Diese gesetzliche Vorgabe gilt auch für mich als Interior Designerin. Ich bin für Transparenz, auch damit mache ich bei meinen Kunden immer gute Erfahrungen.

 

Mein Honorar:

Für eine einfache private Einrichtungsberatung vor Ort in unserer Region berechne ich 298,00 €,  inkl. 19% USt., zzgl. Fahrtkosten. Damit stehe ich ihnen max. 2 Stunden Beratung zur Verfügung, gegebenenfalls mit anschließender schriftlicher Zusammenfassung. Sollten wir mehr als 2 Stunden brauchen, kommen je angefangene halbe Stunde 44,00 €  hinzu. Den Termin zur Einrichtungsberatung bereite ich vorab vor und bringe unter Umständen passendes Material mit. Meine Arbeit beginnt also schon vor dem eigentlichen Termin vor Ort.

Alle anderen Honorare für Projekte bis 25.000 € anrechenbarer Kosten werden nach Aufwand und auf der Basis meines Stundensatzes von netto 88,00 €/h meist als Festpreis kalkuliert. Den Aufwand erfasse ich beim kostenfreien Erstgespräch. Im Erstgespräch lässt sich auch klären, ob eine einfache Einrichtungsberatung ausreichend wäre oder nicht.

Tipp: Die Preisvereinbarung ist bis zu einer bestimmten Projektgröße frei vereinbar. Eine Mischvereinbarung aus Festpreis und Honorar nach Aufwand kann, je nach Projekt für beide Seiten eine faire Lösung sein.

Fazit: Sie können mich als Interior Designer für unterschiedliche Teile ihres Projektes buchen. Es reicht vom ersten Einrichtungsentwurf bis zum Umsetzungsbegleitung mit Bauüberwachung. Vorsicht vor der eigenen Überforderung, wenn es an die Umsetzung geht! Die Koordination und der Ablauf eines Bauprojektes, auch für Innenräume, ist sehr aufwendig und manchmal nervenraubend.

 

 

 

Fertig mit Aufräumen

So ein Aufräumtag ist toll. Jetzt liegt alles klar und strukturiert da und alle Vorurteile können sich in Luft auflösen. Interior Designer kosten Geld, wie alle Fachleute, aber sie sind ist kein Luxusartikel, sondern ersparen dem Kunden jede Menge Aufwand, Zeit und damit auch bares Geld.  Es lohnt sich einen Experten mit ins Boot zu holen, um Enttäuschungen mit dem Endergebnis und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Die Beratung ist unabhängig von Marken und Preissegment. Wie bei allen Beratungen ist Vertrauen die Basis und Interior Designer sind auch nur Menschen, die wohnen.

 

Trauen sie sich! Stellen sie Fragen! Eins kann ich ihnen versprechen, es lohnt sich immer gemeinsam um die Ecke zu denken!

Eure

Susanne Schreiber-Beckmann

(Interior Designerin mit Herz und Seele)

 



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