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14.08.2022 | Keine Kommentare

Wenn Räume eine Geschichte erzählen, stimmt einfach alles: das einfallende Licht. Die Farben. Das Zusammenspiel von Möbeln und Materialien. Als Interior Designerin richte ich meine Aufmerksamkeit dabei besonders auf die Wände: Denn dafür, dass sie die größte Fläche innerhalb eines Raumes einnehmen, finden sie oft sehr wenig Beachtung.
Häufig herrscht die Meinung vor, dass Wände weiß und schlicht zu sein hätten – ein universeller Hintergrund für Bilder und Möbelstücke, der nicht weiter aufträgt. Was aber passiert, wenn mindestens eine Wand im Raum mit einer Tapete so hervorgehoben wird, dass gar keine weitere Dekoration mehr nötig ist?
Im Co-Working-Space des Vereins CelleCreativ #netzwerk hatte ich die Gelegenheit, diese Frage für mich zu beantworten. Das Haus – ein Altbau aus der Jahrhundertwendezeit mit hohen Decken und einem Charme, den wir bei den Renovierungsarbeiten Stück für Stück freigelegt haben. Die Herausforderung – eine moderne Arbeitsatmosphäre zu schaffen, ohne den ursprünglichen Charakter des Hauses zu verfremden.

 

 

 

Wie bin ich vorgegangen?
Zum einen habe ich Bestehendes belassen und betont, wo ich nur konnte. Unter all den Schichten von Tapeten, die wir heruntergerissen haben, kamen wunderschöne Wandmalereien und Ornamente in Grüntönen zum Vorschein, die teilweise erhalten geblieben sind. Diese haben wir in einem Raum, der heute als Büro mit drei flexiblen Arbeitsplätzen genutzt wird, als Stilelement inszeniert. Auch die tiefen Risse im Mauerwerk sind dabei bewusst nicht ausgebessert worden.

 

 

Eine Wand jedoch haben wir in voller Breite mit einer Motiv-Tapete von Glamora verkleidet: Das Bild zeigt einen Wintergarten-Pavillon mit runden Fensterbögen in schwarz-weißer Optik. Lediglich ein paar seitlich ins Motiv hineinragende Äste mit grünen Blättern sorgen für einen Farbtupfer, der das Grün an den übrigen Wänden harmonisch aufgreift.

 

 

Durch die 3-D-Anmutung des Tapetenmotivs hat man das Gefühl, direkt unter der Glaskuppel des Wintergartens zu stehen. Das Fenster des Büros zeigt nach Süden in die Ausläufer einer üppig begrünten Parklandschaft hinaus. Je nach Lichteinfall werfen die Äste der Bäume draußen reizvolle Schatten ins Zimmer, die auf dem Pflastersteinteppich oder aber auf der Wintergartentapete hin- und her huschen. Auch dies verstärkt den Eindruck, sich in einem Gewächshaus zu befinden.

 

 

Die Geschichte, die dieser Raum erzählt, beginnt also vor langer, langer Zeit, als die Vorbesitzer des Hauses sich für die Wandfarbe Grün entschieden haben. Die Spuren, die diese Menschen hinterließen, begleiten heute all jene, die hier arbeiten. Mit der Auswahl einer bildgewaltigen Tapete habe ich meine eigenen Spuren hinzugefügt – und dabei Altes und Neues zu einem Wintergartenzimmer verbunden.

 

 

Warum Glamora?
Der italienische Wandverkleidungsspezialist fertigt Tapeten nach Maß. Es können Wände mit einer Länge von bis zu 9 Metern verkleidet werden, ohne dass dabei das graphische Motiv wiederholt werden muss. Angeboten werden die Tapeten in Vinyl, als wasserfest beschichtete Verkleidungen für Badezimmer, sowie als ökologische Wandverkleidungen. Sämtliche Designs können in Bezug auf Farbe, Größe und graphische Elemente individuell an Kundenwünsche angepasst werden.

 

So lassen sich mit Räumen individuelle Stories erzählen.
Ihre
Susanne Schreiber-Beckmann

 

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